Die EinfĂĽhrung der 13. Familienbeihilfe im November 2008 (rĂĽckwirkende Auszahlung September 2008)

betina

"Österreich hat es sich seit langem zur Aufgabe gemacht, ein familien- und kinderfreundliches Umfeld zu schaffen, Familien finanziell zu unterstützen und steht damit bei den Familienleistungen europaweit an der Spitze. Erst mit 1. Jänner 2008 wurde z.B. die Geschwisterstaffel für Mehrkind-Familien erhöht und sind die Gebühren für Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis und Reisepass eines neugeborenen Kindes weggefallen. Familien mit Kindern sind von der herrschenden Inflation und der dadurch bedingten allgemeinen Teuerung besonders betroffen. Diese verstärkte Belastung erhöht sich für Kinder ab dem Schuleintritt gerade im Monat September, in dem üblicherweise das Schul- bzw. Ausbildungsjahr beginnt, betrifft allerdings auch Kinder unter 6 Jahren, bei denen z. B. Kosten für die Betreuung anfallen. Es soll daher die Familienbeihilfe, die einen Beitrag des Staates für noch nicht selbst erhaltungsfähige Kinder darstellt, im Monat September zur gezielten Unterstützung bei den anfallenden Mehrausgaben ein dreizehntes Mal ausgezahlt werden. Die Verdoppelung der Familienbeihilfe für September soll für alle Kinder ausbezahlt werden, wobei die Erhöhung der Geschwisterstaffel alle Kinder, für die Familienbeihilfe bezogen wird, umfasst. Auch die erhöhte Familienbeihilfe von 138,3 € monatlich für ein erheblich behindertes Kind soll für September verdoppelt werden, da gerade diese Kinder oft besondere Förderungen, die mit zusätzlichen finanziellen Aufwendungen verbunden sind, bedürfen."

 

 

lambert

Die 13. Familienbeihilfe stellt eine Verdoppelung des insgesamt zustehenden Familienbeihilfen-Betrages für den Monat September (inklusive Grundbetrag, Alterszuschlag, Geschwisterstaffelung und erhöhter Familienbeihilfe für behinderte Kinder) dar.

 

 

 

 

Die 13. Familienbeihilfe muss nicht extra beantragt werden, sie wird automatisch mit der Auszahlung fĂĽr September angewiesen.

gartelgruber familie

 

 

 

 

Verschlechterungen im Familienbereich durch das Sparpaket 2011

Die 13. Familienbeihilfe wird gestrichen! Stattdessen wird eine 100 Euro Pauschale nur  mehr für Familien mit schulpflichtigen (sechs- bis 15-jährigen) Kindern ausbezahlt. Die Bezugsdauer der Familienbeihilfe wird  gesenkt und die Beihilfe wird nur noch bis zum 24. Lebensjahr (bisher bis zum 26. Lebensjahr) ausbezahlt. Für arbeitsuchende Kinder zwischen 18 und 21 Jahren, sowie bei  Ende einer Berufsausbildung, wird die Familienbeihilfe gänzlich gestrichen, ebenso, wie der Mehrkindzuschlag ab dem dritten Kind.

 

Die Streichung der 13. Familienbeihilfe und die Senkung der Bezugsdauer bringen der Bundesregierung rund 70 Mio. Euro – sie werden eine Familie aber bis zu 1.900 Euro pro Jahr kosten.